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Es geht doch: Weißenburg-Gunzenhausen verbietet Silvester-Feuerwerk 2020 auch auf Privatgrund

Aktualisiert: Jan 21


WEISSENBURG - Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen verbietet, wie alle

Kreisverwaltungsbehörden in Mittelfranken, das Mitführen und Abbrennen von

pyrotechnischen Gegenständen an Silvester und Neujahr. Das Verbot bezieht

ausdrücklich auch private Flächen wie den eigenen Garten oder Balkone mit ein.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen und auch alle anderen Kreisverwaltungsbehörden in Mittelfranken verbieten das Mitführen und Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen an Silvester und Neujahr 2020/21. Das Verbot bezieht ausdrücklich auch private Flächen wie den eigenen Garten oder Balkone mit ein.


Die mittelfränkischen Kreisverwaltungsbehörden hätten sich auf Grund der

angespannten Situation in den Krankenhäusern zu diesem Schritt entschlossen, schreibt

das Landratsamt. Die Belegung der Intensivstationen, aber auch die Belastung der

Mitarbeitenden hätten längst eine kritische Grenze überschritten. Mit dem Abbrennen

von Feuerwerkskörpern gehe immer eine Verletzungsgefahr einher. Zusätzliche

Patienten würden die Arbeit in den stark belasteten Krankenhäusern durch Covid-19-

und andere Notfallpatienten erschweren.


Maßgeblich sei dabei nicht nur die Situation der Krankenhäuser im Landkreis, sondern

in ganz Mittelfranken, so das Landratsamt. Gerade Personen mit schwereren

Verletzungen müssten teilweise in Häusern der sogenannten Maximalversorger oder

spezialisierten Kliniken behandelt werden. Dort seien die Kapazitäten bayernweit

weitgehend ausgereizt. Auch wurden in den letzten Wochen immer wieder Patienten,

die an Covid-19 erkrankt sind, aus den Kliniken verlegt.

"Die Situation der Kliniken in Mittelfranken lässt sich dabei mit kommunizierenden

Röhren vergleichen: Sind die Kapazitäten in einem Krankenhaus ausgereizt, so müssen

andere Standorte aushelfen, indem sie Patienten aufnehmen. Aufgrund der Pandemie

haben wir derzeit eine Sondersituation, die diese Maßnahme rechtfertigt", erklärt

Landrat Manuel Westphal.

Notrufe verdoppeln sich an Silvester

So seien allein für den Bereich der Rettungsleitstelle Nürnberg an Silvester 2019/20

zwischen 18 und 6 Uhr rund 186 Notfall- und Notarzteinsätze sowie 90 Brandeinsätze

mehr angefallen als an anderen Tagen. Die Notrufzahlen verdoppeln sich

erfahrungsgemäß an Silvester. Bei der derzeitigen Auslastung der Kliniken stehe zu

befürchten, dass aufgrund silvestertypischer Verletzungen die Behandlungs- und

Bettenkapazitäten soweit belastet würden, dass die Versorgung von kritisch erkrankten

oder verletzten Patienten nicht mehr gewährleistet werden kann.


Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist durch die 11. Bayerische

Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bereits verboten. An Silvester gilt zudem eine

Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Niemand darf ohne tri!igen Grund

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