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Feuerwerksbranche verkauft weniger

Diese Nachricht reicht nicht einmal für eine Krokodilsträne:

Die Debatte um die Umweltschädlichkeit von Silvesterböllern und Raketen hat das Geschäft von Europas größtem Feuerwerkshersteller Weco spürbar belastet.


Vor Silvester gab sich Deutschlands größter Feuerwerkshersteller Weco noch zugeknöpft: Man könne erst nach Neujahr sagen, ob die Debatte um umweltschädliche Knallkörper sich bei den Erlösen bemerkbar machen würde, hieß es damals.

Nun hat das Unternehmen den Beweis: "Wir rechnen für 2019 mit einem Umsatzminus von rund fünf Prozent", sagte Weco-Chef Thomas Schreiber der "Wirtschaftswoche". Die "völlig überzogene Diskussion" über Feinstaubbelastung und Klimafolgen zum Jahreswechsel habe die Nachfrage gedrückt.

Laut Umweltbundesamt lagen an Neujahr 178 Messstationen für Feinstaub in der Bundesrepublik über dem kritischen Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.


Die gesamte Branche werde "sich daran gewöhnen müssen, dass große Wachstumssprünge vorerst nicht mehr zu erwarten sind", sagte Schreiber weiter. Er beobachtet eine veränderte Produktauswahl der Verbraucher: Parallel zum Rückgang bei Raketensets und Böllern habe sich der Absatz von Kinder- und Leuchtfeuerwerk positiv entwickelt.

"Angesichts der Schärfe der Auseinandersetzung hätte es für Weco auch schlimmer kommen können", sagte der Unternehmenschef. Weco werde an seinen drei deutschen Werken festhalten und auch "den Personalbestand weitgehend halten". Die Firma mit Hauptsitz in Eitorf bei Bonn beschäftigt laut "Wirtschaftswoche" rund 420 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben europaweit Marktführer für Feuerwerk.

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