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Gute Erfahrungen in Berlin an Silvester 2020/21

Bleibt das Böllerverbot?

Innenausschuss zieht Bilanz der Silvesternacht und diskutiert weiteres Vorgehen


Weniger Verletzte, weniger Einsätze von Polizei und Feuerwehr:

Die ruhige Silvesternacht in der Hauptstadt weckt bei Linke und Grünen Begehrlichkeiten, das Verkaufsverbot für Feuerwerk auch nach der Pandemie beizubehalten.

von Marie Frank, "neues eutschland"


Wer sich in diesem Jahr über den ruhigen Jahreswechsel weitgehend ohne

Böllerei gefreut hat, darf hoffen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Bei der

Bilanz der Silvesternacht im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses

am Montag bezeichnete Innensenator Geisel (SPD) das Verkaufsverbot für

Feuerwerk als entscheidenden Faktor für den weitgehend ruhigen Verlauf des

Jahreswechsels. »Unser Ziel, Menschenansammlungen zu vermeiden, haben

wir erreicht.«


Einige der Abgeordneten würden angesichts der friedlichen Silvesternacht die

restriktiven Regelungen am liebsten gleich beibehalten: »Den Verkauf von

Feuerwerk sollte man weiter regulieren, wenn man die Böllerei reduzieren

möchte – unabhängig von der Pandemie«, so der innenpolitische Sprecher der

Linksfraktion, Niklas Schrader. Ähnlich äußerte sich Benedikt Lux, der

innenpolitische Sprecher der Grünen- Fraktion: »Der Verzicht aufs Böllern ist

keine Einschränkung von Freiheit, sondern ein Gewinn an Freiheit.« Für Lux

ist, wie für viele Grüne, die alljährliche Knallerei aus Umwelt-, Tierschutz- und

Gesundheitsgründen eine »überkommene Tradition«, auf die gut und gerne

verzichtete werden könne.


»Wie können es große Städte schaffen, die private Böllerei einzudämmen? Wie

ist ein Verkaufsverbot auch in Zukunft möglich?«, will Lux wissen. Klar ist, im

Alleingang wird es nicht gehen. Während der Linke-Politiker Michael Efler den

Innensenator auffordert, sich im Bundesrat für ein deutschlandweites

Verkaufsverbot einzusetzen, ist es in den Reihen der CDU bei dem Thema

auffällig still, wohingegen AfD und FDP naturgemäß wenig von derlei

»Verbotsexzessen« halten.

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