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Leserbrief vom 24.10.2019 von Frau Hüttner

Aktualisiert: Jan 11

Zu Silvester:

die vergangenen Jahre sind wir, so oft es ging nach Amrum geflohen, weil es dort verboten ist. Die Insel ist über Silvester voll von Silvesterflüchtlingen, wie sie dort sagen.

Die wenigen Male, die wir Silvester hier verbracht haben, war es einfach grauenvoll. Tendenz: von Jahr zu Jahr mehr, v.a. mehr Lärm und mehr Krach. Ab 22 Uhr, fast die ganze Nacht lang. Überhaupt ist auch diese hier übliche Vor- und Nachböllerei ab Verkauf bis ca. Heilig Drei König ein Unding. Am nächsten Morgen überall Dreck von abgeschossenen Böllern, Kanonenschlägen, Raketen, Asche, Verpackunsmaterial. Was daran schön sein soll, das neue Jahr mit Müllbergen zu beginnen, erschließt sich uns nicht. An manchen Stellen, so am Eingang zum Landschaftsschutzgebiet lag der Müll noch, wenn wir eine Woche später von Amrum zurück kamen.

So weite Fahrten packt unser Hund nicht mehr, aber die Vorstellung, hier zu sein, wir genervt, der Hund hechelnd und zitternd ist so unschön, dass wir uns wieder umgetan haben. Meran wäre schön gewesen, dort gibt es Silvester schon seit langem kein Feuerwerk mehr, sondern eine Lasershow. Ist aber praktisch ausgebucht. In Straubing gibt es im Altstadtbereich kein Feuerwerk mehr seit das alte Rathaus vor einigen Jahren an Silvester abgebrannt ist, wir können aber nicht einschätzen, wieviel Tumult aussen rum ist, was davon dann doch ankommt. Weit fahren wollen, bzw. können wir nicht, also versuchen wir unser Glück heuer am Münchner Flughafen. Wir ziehen für eine Nachtins Flughafenhotel am Besucherpark, selbst wenn sich dort jemand nicht ans Böllerverbot halten sollte, sollte das Hotel aufgrund der Lage am Flughafen sehr gute Schallschutzfenster haben. Wir werden sehen, ob die Überlegungen aufgehen.

Mit freundlichen Grüßen Ulrike Hüttner

 

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