• ad

Newsletter 9.2019 (13.12.2019)

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

knapp drei Wochen bis zu dem Tag, für den wir seit Jahren arbeiten – Silvester. Der Name klingt so nach Stille, nach Wald eben. Und doch sind wir noch ein Stück von dieser Stille entfernt.


2019 wird uns allen als das Jahr in Erinnerung bleiben, an dem uns der Durchbruch gelungen ist. Jürgen Schmoll und ich sprachen im 1. Quartal mit der ÖDP Stadträtin Sonja Haider. Sie sagte uns, dass wir für solche politischen Prozesse GEDULD brauchen. Dass wir dort stehen wo wir heute stehen erfüllt uns deshalb mit Stolz, denn wir sind weiter als erwartet. Unsere Geduld wurde bisher nicht überstrapaziert.


Da sind zum einen die 28 Bürgerversammlungen, auf denen wir und engagierte Bewohner der Stadtbezirke seit 2018 unseren Antrag gestellt haben. 26 Mal wurde er angenommen, oft mit überwältigender Mehrheit. Dies ist und bleibt für uns das wichtigste Signal an die Politik, dass der Spuk ein Ende haben muss.


Am 23.7.2019 kam der Stadtratsbeschluss zur Einschränkung des Feuerwerks, das KVR musste tätig werden. Und am 10.12.2019 hat es nach Rücksprache mit Polizei, Feuerwehr und Krankenhäusern seine Anordnung bekannt gegeben: Feuerwerksverbot komplett in großen Teilen der Fußgängerzone und Böllerverbot innerhalb des Mittleren Rings! Natürlich fragen wir uns, was den Bereich innerhalb des Mittleren Rings von dem außerhalb unterscheidet. Denn dort sind die Menschen genauso und die Tierwelt noch mehr betroffen. Leider ist ein umfassendes Verbot derzeit rechtlich noch nicht möglich, das KVR scheint seinen Gestaltungsspielraum wirklich ausgenutzt zu haben. Aber wir haben sie, die GEDULD. Denn OB Reiter ist vom Stadtrat beauftragt, sich in Berlin für eine Änderung des Sprengstoffgesetzes/ der Sprengstoffverordnung einzusetzen und dann wäre der Weg für ein komplettes Verbot frei.


Ein Blick über den Tellerrand: Hamburg hat gerade jegliches Feuerwerk rund um die Binnenalster untersagt und mit Kontrollen und Absperrgittern durchgesetzt. Grund (wie bei uns): Zunehmende Aggressivität, hohe Verletzungsgefahr. Die Liste der Städte ist lang, in denen Feuerwerk teilweise verboten ist. Moosburg z.B. hat gerade alles Feuerwerk aus der Innenstadt verbannt!


Gute Nachrichten auch aus dem Norden der Republik: Drei Edeka-Märkte in Schleswig-Holstein haben ihre Einstellung zur Nachhaltigkeit durch einen Bann allen Feuerwerks aus ihren Läden unterstrichen. Wir haben Ihnen dafür gedankt und bekamen nette Rückmeldungen. Ein starkes Signal setzt die Baumarktkette Hornbach: Sie verkauft dieses Jahr zum letzten Mal Feuerwerkskörper, und das europaweit!


Danke für die Unterstützung von so vielen von Ihnen im zurückliegenden Jahr. Wir machen weiter und wir werden auf das Feuerwerk in naher Zukunft so zurückblicken wie auf den Qualm in den Restaurants und uns fragen, was für einen Unsinn wir seinerzeit eigentlich gemacht haben.


Eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten, möglichst ruhigen Jahresbeginn - auch im Namen der übrigen Teammitglieder Werner Brandl, Alexandra Obermeier, Jürgen Schmoll und Hildegard Wittko. Wenn Sie Lust haben schreiben Sie uns doch, wie und mit welchen Beobachtungen Sie den Jahreswechsel 2019/20 verbracht haben!


Alexander v. Dercks

6 Ansichten
 

©2019 by Silvesterböllerei? Nein Danke!