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Trudering-Riem: Gegen Feinstaub - Feuerwerk-Sperrzone an Silvester im Riemer Park gefordert

Von Ilona Gerdom, Trudering-Riem

Der Bezirksausschuss (BA) Trudering-Riem fordert ein Verbot von Böllern in dicht besiedelten Vierteln im Stadtbezirk und ein Verbot von Feuerwerk im Riemer Park. Zudem soll in den kommenden fünf Jahren die private Silvester-Schießerei insgesamt eingeschränkt werden. Als Ersatz wünscht man sich städtische Veranstaltungen mit Laser- oder Raketenshow.

Nicht nur im Sommer häuft sich der Müll im Riemer Park. Denn die Anlage ist ein beliebter Ort, um mit Raketen das neue Jahr zu begrüßen. Das möchte die Grünen-Fraktion im BA nicht länger hinnehmen. Park, See und Rodelhügel seien schützenswert, so Christoph Heidenhain. Zudem will man das Zünden von Böllern in Wohngebieten nicht mehr dulden. "Es hat einfach überhandgenommen", begründet Initiatorin und Grünen-Fraktionssprecherin Susanne Weiß diese Forderung. Überhaupt seien Feuerwerke eine Tradition, die sich überholt habe. Stattdessen soll es städtische Ausweichprogramme geben. Das hielt auch CSU-Fraktionssprecher Stephen Sikder für wünschenswert. Für Anregungen brauche man nur einen Blick auf die Nachbargemeinde zu werfen: "Wir haben die Haarer als Vorbild. Die machen das jedes Jahr toll."

Nicht alle im BA waren gegen Böller und Feuerwerk: Georg Kronawitter (CSU) stempelte die Grünen erst einmal als "Verbotspartei" ab. Der Riemer Park sei Teil eines sozialen Biotops, und "diese Verbotshaltung möchte ich persönlich nicht mitmachen."

Ob wie von der CSU gewünscht eine städtisch organisierte Veranstaltung in Trudering-Riem stattfinden kann, bleibt mit Blick auf Corona fraglich. Aus dem Kreisverwaltungsreferat heißt es, dass "sich einerseits das Pandemiegeschehen dynamisch entwickelt, und damit eine Prognose nicht möglich ist". Außerdem sei nicht bekannt, welche Regelungen zum Jahreswechsel gelten werden. Das heißt, je nachdem, wie sich die Fallzahlen entwickeln, sind Zusammenkünfte im Dezember vielleicht gar nicht erlaubt. Entscheidend ist dafür das Infektionsgeschehen. Und das lässt sich drei Monate vor Neujahr nicht vorhersagen.

 

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